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Hinzugefügt am 23.05.2011 - 20:56:32 von wixi1976
Kategorie: Haustiere RSS-Feed exportieren
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Vorsicht: Giftig für Hunde Teil3
Auch beliebte Zimmerpflanzen sind für unsere Haustiere zum Teil giftig: Alpenveilchen: Die Konzentration giftiger Substanzen ist in den unterirdischen Pflanzenteilen (Knolle) am höchsten, so dass durch die oberirdischen Anteile kaum Vergiftungen auftreten. Es kommt zu Reizungen der Schleimhäute, erbrechen und Durchfall, Untertemperatur und Bewegungsstörungen. Becherprimel: In den Drüsenhaaren dieser Pflanze inklusive ihrer Zuchtformen befindet sich ein starkes Kontaktallergen. Nach Sensibilisierung sind allergische Reaktionen der Haut, der Bindehäute und des Atmungsapparates zu beobachten, die Stunden bis Tage andauern. Brunfelsie: Die enthaltenen Giftstoffe beeinträchtigen das Nervensystem. Entsprechend beobachtet man (neben Speicheln, Erbrechen und Durchfall) Störungen desselben: Krämpfe und Übererregbarkeit bzw. Muskelsteife, fehlende Reflexe, Atemnot und Koma.    Christrose, Schwarze Nieswurz (Helleborus niger): Die Pflanze enthält das Saponin Helleborin und Protoanemonin. Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Durchfall, Entzündungen der Mundschleimhäute, Herzrythmusstörungen, erweiterte Pupillen, Atemnot und starker Durst. Es kann auch zum Tod durch Atemlähmung kommen. Schwere Vergiftungen können beim Menschen z.B. schon nach dem Verzehr von 3 reifen Samenkapseln eintreten. Clematis-Züchtungen (Clematis sp.): Clematis enthält das Gift Protoanemonin, das bei Kontakt mit der Haut zu Reizungen und Entzündungen führen kann. Bei innerer Aufnahme kommt es zu Krämpfen, Reizungen von Niere und Darm, zu Durchfall und Erbrechen. Gummibaum, Birkenfeige (Ficus benjamini) u.ä.: Hunde zeigen Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Außerdem Fieber schwankenden Gang und Krämpfe. Bei Katzen kann ein tödliches Nierenversagen folgen. Philodendron, Dieffenbachia und Fensterblatt (Monstera): U.a. ist ihr hoher Gehalt an Oxalsäure (in erster Linie als kleine Oxalat-Nadeln vorliegend) schädlich. Wird die Pflanze verletzt, so dringen diese Nadeln in Haut und Schleimhäute der Tiere ein und verursachen dort sehr rasch starke, schmerzhafte Schwellungen. Durch diese schnelle Reaktion wird meist eine weitere Giftaufnahme automatisch verhindert. Lokale Symptome sind Rötung, Schwellung und Geschwürbildung in der Mundschleimhaut und auf der Zunge. Dies führt zu brennenden Schmerzen, Kopfschütteln, Speicheln, reiben mit den Pfoten am Maul, Versuche zu Trinken und Unfähigkeit, Nahrung aufzunehmen. Später kommt es an der Schleimhaut zu Blasenbildung. Nach Abschlucken der Giftstoffe kommt es zu Erbrechen und Durchfall, gefolgt von Mattigkeit, unsicherem Gang, Lähmung der Hinterbeine, Muskelzittern, Krämpfen bis hin zum Koma. Teilweise können Schwellungen des Kehlkopfes mit hochgradiger Atemnot auftreten. Gelangen Pflanzensäfte ins Auge, so entzündet sich dieses stark. Das Auge wird zugekniffen, tränt und schwillt deutlich an. Die Abheilung dieser Augenentzündung dauert durchaus 3 - 4 Wochen. Weihnachtsstern:  Der Saft dieses Wolfsmilchgewächses verursacht Entzündungen der Maulschleimhaut, Erbrechen und Durchfall. Weiterhin Muskelzittern, schwankenden Gang, Kreislaufversagen und Lungenödeme. Auf der äußeren Haut kann der Milchsaft Reizungen mit Bläschenbildung und allergische Reaktionen auslösen. Gelangt Saft ins Auge, so entstehen starke Entzündungen. Yuccapalme, Drachenbaum und Bogenhanf:  Die Pflanzensäfte beinhalten Gifte, die zu Schleimhautreizungen und Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen) führen können. Die Tiere reagieren mit Zahnfleischentzündung, Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Nachfolgend sind Untertemperatur, Bewegungsstörungen und Blutungen zu beobachten. Ein komatöser Zustand ist möglich.
21.05.2012 - 16:18:00
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Warum sollen Hunde nicht aus stehenden Gewässern trinken
Das Unwetter und die daraus folgenden Überschwemmungen des vergangenen Sommers haben nicht nur verwüstete Dörfer und Städte hinterlassen. Auch die Hundehalter sahen sich plötzlich mit einem Problem konfrontiert, dem in anderen Jahren deutlich weniger Bedeutung zugemessen wurde – der Leptospirose. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die von Spiralbakterien verursacht wird und in der Schweiz vor allem in der Landwirtschaft von Bedeutung ist. Die Leptospirose beim Rind und Schwein ist tierseuchenrechtlich geregelt (meldepflichtige Seuche). Gleichzeitig handelt es sich bei dieser Erkrankung um eine Zoonose (kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden). Wir erläutern in diesem Artikel anhand eines kurzen Rückblickes auf unsere gesammelten Erfahrungen die Bedeutung der Leptospirose für Hundehalter. Erfahrungen des letzten Jahres In der der Kleintierklinik wurden im vergangenen Jahr 15 Hunde mit Leptospirose behandelt. In Vergleichsjahren waren es kaum mehr als 3 oder 4 Fälle. Auch andere Kliniken und Tierarztpraxen in der Schweiz machten ähnliche Erfahrungen. Vorgestellt wurden die Hunde mit ganz alltäglichen Symptomen – sämtliche Tiere schienen plötzlich „einen schlechten Tag“ zu haben. Sie verweigerten das Futter, waren apathisch, gelegentlich zeigten sie akutes Erbrechen und einzelne Hunde auch Durchfall. Es gab auch Tiere, die wegen akuten Rückenschmerzen vorgestellt wurden. Obwohl die meisten Hundehalter diese Zeichen erkannten und ernst genommen haben, befürchtete kaum einer ausgerechnet das Schlimmste. Der weitere Verlauf war von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Einige Patienten verstarben trotz allen Bemühungen innert Stunden nach der Einlieferung an einer Sepsis (Blutvergiftung); glücklicherweise endete für etwa die Hälfte der Patienten die Erkrankung in einer vollständigen Erholung. Wieso die Krankheit von Patient zu Patient so unterschiedlich verlaufen kann, ist zur Zeit noch unklar. Die Erkrankung Die Leptospiren sind bewegliche, schraubenförmige Bakterien. Zu ihrer Gattung zählen über 200 Stämme (Serovare), die nicht alle gleich krankmachend (pathogen) sind. Nach der Ansteckung – meistens durch Kontakt mit verseuchtem, stehendem Wasser – befallen die Leptospiren alle Organe, insbesondere aber die Nieren und die Leber. Bei gewissen Hunden kommt es bereits in dieser Krankheitsphase zu schweren Störungen, wie Fieber, Erbrechen, Rückenschmerzen, Schwäche oder Zeichen einer erhöhten Blutungstendenz (Nasenbluten, Blutungen in die Haut oder Schleimhäute). In diesen Fällen spricht man von einem perakuten Verlauf. Bei der Mehrheit der betroffenen Tiere treten jedoch zuerst sehr vage Symptome auf (siehe oben), gefolgt von akutem Nieren- und/oder Leberversagen. Zu den typischen Symptomen gehören Apathie, Erbrechen, Durchfall, Gelbsucht, vermehrter Durst und reduzierter oder gar fehlender Harnabsatz. Nicht selten kann auch Atemnot und Husten beobachtet werden. Bei diesen Patienten muss rasch eine effektive Therapie eingeleitet werden, um die Chancen auf Heilung zu erhöhen. Falls die akute Krankheitsphase überstanden wird, gelten die betroffenen Hunde als Träger und Ausscheider der Bakterien. Verdacht auf Leptospirose: Die Diagnosestellung Die Diagnosestellung erfolgt in mehreren Schritten. Die Vorgeschichte und die klinischen Veränderungen erlauben meistens einen Verdacht auf eine Leptospirose. Des Weiteren sind eine Blut- und Harnuntersuchung unerlässlich. Alle uns vorgestellten Hunde hatten deutlich erhöhte Nierenwerte und mehrere Hinweise auf eine starke Entzündungsreaktion. Den endgültigen Beweis liefert erst der Nachweis von Antikörpern gegen die Leptospiren im Blut (Achtung: bei akut erkrankten Hunden kann der Test anfänglich negativ ausfallen). Dieser Nachweis dauert einige Tage – die Therapie wird deshalb meistens ohne Verzögerung, aufgrund eines berechtigten Verdachts eingeleitet. Bei Tieren, welche die Erkrankung nicht überleben, können auch direkte Hinweise auf Leptospirose in der postmortalen Untersuchung (nach dem Tod; so genannte Sektion) gefunden werden. Welche Behandlungsmöglichkeiten bieten sich an? Die Therapie muss rasch und aggressiv eingeleitet werden. Im Allgemeinen besteht die Behandlung aus intravenöser Infusionstherapie, Antibiotikagabe und unterstützender Medikation gegen Erbrechen, Übelkeit und Durchfall. Die Infusion sollte direkt in die Vene erfolgen,was bedeutet, dass die Tiere stationär behandelt werden müssen. Die Flüssigkeitszufuhr dient der Verbesserung der Kreislauffunktion und somit der Anregung der Nierendurchblutung und deren Aufrechterhaltung. Mit dem entsprechenden Antibiotikum können die Erreger direkt zerstört werden. Leider können bei einer sehr starken bakteriellen Besiedelung auch die Blutgefässe angegriffen und beschädigt werden. Dies kann zu Gerinnungsstörungen und Blutverlust (insbesondere durch den Darm) führen. Bei solchen Patienten sind unter Umständen eine oder mehrere Bluttransfusionen nötig, umdie benötigten Blutzellen demKörperwieder zuzuführen und die gestörte Gerinnung wiederherzustellen. Im Patientengut der Kleintierklinik benötigten im letzten Jahr zwei an Leptospirose erkrankte Hunde mehrmalige Bluttransfusionen. Die Therapie kann einen mehrtägigen stationären Aufenthalt erforderlich machen (einige Tiere wurden über 2 Wochen intensiv stationär behandelt). Leider konnten trotz grossem Engagement seitens der Tierärzte, der Besitzer und nicht zuletzt der Hunde, nicht alle 15 Patienten geheilt werden – 8 Hunde starben trotz intensiver medizinischer Betreuung an den Folgen der Leptospirose. Die überlebenden Hunde bekamen für längere Zeit Antibiotika, um die Ausscheidung der Leptospiren über den Harn zu verhindern. Bedauerlicherweise können Folgeschäden anNieren und Leber auch damit nicht ganz ausgeschlossen werden. Umgebungsfaktoren und Schutz gegen Leptospirose Warum nun aber dieses „Aufflammen“ der Leptospirose bei Hunden? Die Leptospiren benötigen für ihre Entwicklung und Vermehrung eine optimale Umgebung, welche möglichst warm und feucht sein sollte.Genügend Feuchtigkeit ist ein grundlegendes Bedürfnis dieser Bakterien. Stehende Gewässer, Tümpel, Pfützen und Sümpfe bieten ideale Bedingungen. Nach dem Hochwasser vom letzten Sommer waren diese natürlich reichlich vorhanden! In der Natur werden aber die Leptospiren hauptsächlich durch Zwischenwirte verbreitet. Diese erkranken selber nicht, scheiden aber die Bakterien mit dem Urin aus. Zu diesen Zwischenwirten zählen insbesondere kleine Nagetiere. Als Eintrittspforte für die empfänglichen Tiere (inklusive Menschen) dienen kleine Verletzungen in der Haut wie auch die unverletzte Schleimhaut (Auge,Maulhöhle). Gesunde Haut kann von Leptospiren nicht durchdrungen werden. Die Zeit zwischen der Ansteckung und Auftreten der Symptome (Inkubationszeit) dauert zwischen 8 bis 14 Tage. Den besten Schutz vor dieser Erkrankung bietet aufgrund der oben erwähnten Tatsachen sicherlich das Verhindern von Baden und insbesondere Trinken von Wasser aus stehenden Gewässern, vor allem im Spätfrühling und Frühherbst, was unter Umständen sehr schwierig sein kann. Fliessendes Wasser ist bedenkenlos. Zudem ist es allgemein bekannt, dass eine regelmässige Impfung des Hundes mit der kombinierten Vakzine ebenfalls einen gewissen Schutz, zumindest gegen zwei der krankmachenden Stämme (L. icterohaemorrhagiae, L. canicola) gewährleistet. Da praktisch keine so genannte Kreuzimmunität auftritt (der Schutz gegen einen Stamm bietet wenig oder keinen Schutz gegen andere Stämme), kann eine absolute Verhinderung einer Ansteckung auch mit diesen Massnahmen nicht garantiert werden. Erschwerend kommt noch dazu, dass der effektive Impfschutz nach einer Impfung in den meisten Fällen nicht ein ganzes Jahr andauert. Übrigens, alle 15 betroffenen Hunde waren korrekt geimpft! Neue, hoffentlich effizientere Impfstoffe werden bereits entwickelt. Bedeutung für den Menschen Die Leptospirose kann auf Menschen übertragen werden. Als gefährdet werden hauptsächlich Personen angesehen, die in engem Kontakt mit infizierten Tieren oder verseuchtemWasser stehen (Metzger, Landwirte, Tierärzte, Kanalarbeiter usw.). Allerdings muss bekräftigt werden, dass die direkte Übertragung von erkrankten Hunden selten ist und die Ansteckung meistens aus der Umgebung erfolgt (Trinken von verseuchtem Wasser, Kontakt mit Nagern). Beim Menschen kommt es meistens zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfund Muskelschmerzen, Erbrechen oder Husten. Die Erholung erfolgt häufig spontan. Viel seltener ist die akute Form der Leptospirose, welche dem Verlauf beim Hund sehr ähnelt.
20.05.2012 - 16:31:00
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Vorsicht: Giftig für Hunde Teil2
Gefahr in Wäldern, Gärten und Grünanlagen: Adonisröschen (Adonis vernalis): Erste Anzeichen einer Vergiftung sind, wie bei den Pflanzen mit Herzgiften üblich, Erbrechen und Durchfall. Es folgen Herzrythmusstörungen, langsamer Pulsschlag und Atemnot. Hier kann schnell das Herz versagen, was unweigerlich zum Tode des Hundes führt. Ackerbohne, Puffbohne, Saubohne, Pferdebohne, Dicke Bohne: Syptome: bleiches Aussehen, Fieber, verminderte Urinausscheidung, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Kolik, ev. Gelbsucht, Milz- und Leberschwellung. Stark giftige Kulturpflanze. Bohnen, Samen und Pollen für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig. Azalee: Diese Pflanze enthält (genau wie der Rhododendron) ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die letztlich zur Atemlähmung führen. Buchsbaum: Dank des bitteren Geschmacks werden frische Pflanzenteile selten aufgenommen, gefährlich ist aber auch die getrocknete Pflanze (z.B. In Floristikgestecken). Beim Hund beträgt die tödliche Dosis 5g Blätter pro kg Körpergewicht. Die Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Erregungszustände und Krämpfe, sowie Lähmungen. Der Tod tritt durch Lähmung der Atmung ein. Efeu (Hedera helix):  Beeren, Blätter und Stängel bei hoher Dosis tödlich. Magen-Darm-Entzündung. Bei hoher Dosis Nerven- und Herzdepression. Eisenhut:  Eisenhut ist stark giftig- wobei besonders der blaue Eisenhut besonders giftig ist. Das Gift des Eisenhuts fördert zunächst die Reflexe. Als Symptome treten Speicheln, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe und Lähmungen auf. Im schlimmsten Fall tritt der Tod ein. Schon kleinste Mengen des Eisenhuts sind sehr gefährlich für Hunde. Liegt eine Vergiftung mit Eisenhut vor, so sollte man schnellstmöglich zum Tierarzt. Eibe: Die gesamte Pflanze, einschließlich der Samen ist hochgiftig. Die einzige Ausnahme bilden die roten Beeren, deren Fleisch ungiftig, deren Samen aber wiederum toxisch ist. Als tödliche Dosis beim Hund gelten z.B. 30g der Nadeln. Die Tiere zeigen Erbrechen, Durchfall, Fieber und Kollaps. Die Pupillen reagieren nicht mehr auf hell-dunkel und man beobachtet Unterhautblutungen, Atemnot, Koma und Tod. Farne (z.B. Adlerfarn, Adlersaumfarn, Grosser Waldfarn, Johanniswurz, Jesus-Christwurz): Symptome: allergische Reaktionen, Muskelzuckungen, motorische Störungen, Krämpfe, Blut im Urin, blutiger Durchfall. Sehr stark giftige Wildpflanze. Ganze Pflanze, insbesondere Jungpflanze, ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger und v.a. Pferde giftig. Fingerhut: Der Fingerhut enthält die sogenannten "Herzglykoside". Dabei handelt es sich um stark giftige Stoffe, die in kleinsten Mengen jedoch bei bestimmten Herzerkrankungen mit bestem Erfolg eingesetzt werden und somit auch heilende Wirkung haben. Es kommt zu lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod. Man sollte sofort zum Tierarzt gehen. Gefleckter Schierling (Conium maculatum): Ganze Pflanze sehr giftig, oft tödlich, für den Hund sind schon 50 mg Coniin/kg KG tödlich. Schnelle und leichte Aufnahme durch die Schleimhäute und auch durch die unverletzte Haut. Auftreten der ersten Symptome nach 20-30 Minuten: Unruhe, Muskelschwäche, Inkoordination, Muskelzittern, Puls erst verlangsamt, dann beschleunigt, Krämpfe, fortschreitende Lähmung, Atem- und Herzdepression. Goldregen: Giftige Teile sind v.a. die Samen, aber auch Wurzeln und Äste, die einen süßlichen Geschmack haben sollen. Die Vergiftungssymptome treten schon nach wenigen Minuten in Erscheinung, in Form von heftigem Erbrechen, Durchfall, Kollaps und epileptischen Anfällen. Hahnenfuss (Ranunculus spp.): Stängel und Pflanzensaft sind giftig. Starke Reizung von Maul, Speiseröhre, Magen und Darm. Herbstzeitlose (Colchicum autumnale): ganze Pflanze sehr giftig, oft tödlich. Magen-Darm-Entzündung, Muskel -und Atemlähmung. Holunder: Wer seinem Hund ein Stöckchen aus Holunderholz zuwirft, spielt russisches Roulette. Denn das Holz enthält ein giftiges Blausäureglykosid. Hortensie: Hierbei sind auch die getrockneten Pflanzenteile giftig. Die i.d.R. weniger dramatische Vergiftung zeigt sich durch Magen-Darm-Störungen mit blutigem Durchfall, Zittern und allgemeiner Schwäche (Schwanken). Lebensbaum (Thuja): Giftig beim Lebensbaum sind die Blätter, welche entzündungsfördernde Stoffe enthalten. Als Symptome treten zunächst Magen-, Darmreizungen auf. In schweren Fällen kommen dann Leber- und Nierenschäden hinzu. Auch hier sollte man sofort einen Tierarzt aufsuchen. Lupinen: Besonders die Samen dieser Zier- und Futterpflanze enthalten ein Gift, das eine lähmende Wirkung auf Herz und Atmung aufweist, jedoch in sog. Süßlupinen nicht vorkommt. Am giftigsten ist die gelbe Bitterlupine. Der akute Krankheitsverlauf wird durch die Alkaloide ausgelöst, der chronische durch Mykotoxine (Phomopsine beeinträchtigen den Kupfer-, Zink- und Eisenhaushalt sowie die Metabolisierung von Selen und Vitamin E). Anagyrin ist teratogen (in den kultivierten Lupinen aber nicht enthalten). Trotzdem kommt eine Vergiftung vor, die wahrscheinlich auf Schimmelpilze zurückzuführen ist. Es entsteht eine Magen-Darmentzündung gefolgt von schweren Nieren- und Leberschäden. Mattigkeit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit und Lähmungen folgen diesem. Gegenmaßnahmen: Rasche Zufuhr von Abführmitteln und Leberschutztherapie (durch den Tierarzt). Diese Vergiftung ist ein typisches Beispiel für bestimmte Schimmelpilze, die eine Reihe von teilweise völlig harmlosen Pflanzen in "Giftpflanzen" verwandeln kann. Maiglöckchen(Convallaria majalis): Für das Maiglöckchen gilt dasselbe wie für den Fingerhut. Wildtiere meiden diese Pflanze instinktiv. Domestizierten Tieren fehlt dieser Warnmechanismus oft, was zu Todesfällen führt. Maiglöckchen beinhalten gleich einen Toxincocktail von über 30 Glykosiden. Bei Auftreten von Symptomen sind die Glycoside wohl bereits vollständig resorbiert. Symptome mit lokalen Reizungen der Magen-, Darmschleimhaut, zu Erbrechen, Durchfall (bes. beim Hund) und Störungen des Herzrhythmus. Benommenheit und blasse Schleimhäute kommen hinzu. In schweren Fällen kommt es durch Herzstillstand zum Tod. Mistel: Einige Stunden nach Giftaufnahme zeigen die Tiere Erbrechen, Durchfall, Fieber und starken Durst, Krämpfe, Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen, Koma und Herzstillstand. Narzisse, Osterglocke, Amaryllis: Auch diese Frühlingsblume ist gefährlich. Eine Narzissenzwiebel von nur 15 Gramm kann einen Hund töten!! Lycorin, ein Alkaloid der Amaryllis, führt in geringen Dosen zu Erbrechen und Durchfall, in höheren zu Krämpfen, Lähmung und Kreislaufversagen. Oleander: Alle Pflanzenteile des Oleanders enthalten ein herzwirksames Toxin. Bei Hund und Katze kommt es zunächst zu Magen-Darm-Problemen (Speicheln, Erbrechen, Durchfall). Weiterhin zu Herzrhythmusstörungen, Vorhof- und Kammerflimmern und letztlich Herzstillstand. Daneben zeigen die Tiere allgemeine Symptome wie Untertemperatur, Krämpfe, Atembeschwerden und Husten. Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) bzw. Herkulesstaude und Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium): Für Mensch und Tier äußerst unangenehm. Der Pflanzensaft enthält sogenannte Furocumarine. Das sind phototoxische Substanzen. die UV-Licht absorbieren und mit der so gewonnenen Energie chemische Reaktionen auslösen, die das Erbgut und die Zellen schädigen. Gelangt Pflanzensaft auf die Haut oder die Schleimhaut und wird diese Stelle anschließend dem Sonnenlicht ausgesetzt, entsteht ein heftiger Sonnenbrand mit Blasenbildung und anschließendem Haarverlust ("Wiesendermatitis"). Es sind va. die wenig behaarten und unpigmentierten Körperpartien (Kopf und Bauch) gefährdet. Die Heilung ist langwierig und of bleiben Narben und Pigmentveränderungen zurück. Rhododendron: Diese Pflanze enthält (genau wie die Azalee) ein Neurotoxin, welches in erster Linie zu Lähmungen der Muskulatur führt. Auch hier zeigt sich wieder unspezifisches Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Daneben beobachtet man das Reiben des Kopfes an Gegenständen und Augenausfluss. Später kommen ein verlangsamter Herzschlag, Blutdruckabfall, Atembeschwerden und Muskellähmungen hinzu, die letztlich zur Atemlähmung führen. Rosengewächse (Rosaceae): Die Giftigkeit der Früchte der Gattung Prunus (Kirsche, Pflaume, Aprikose etc.) = Obstkerne: Die giftige Substanz ist das Amygdalin, aus dem im Organismus Blausäure freigesetzt wird. Nach Aufnahme einer ausreichend großen Menge zeigen sich Speicheln, Erbrechen, rote Schleimhäute, Atemnot, Fieber Krämpfe und allgemeine Schwache. Der Tod erfolgt durch „inneres Ersticken", da der an die roten Blutkörperchen gebundene Sauerstoff nicht mehr an das Gewebe abgegeben werden kann (daher auch die Rosigfärbung der Haut und die rote Farbe des venösen Blutes). Da erst eine größere Menge zu ernsthaften Vergiftungen führt, sind meist nur Magen-Darm-Symptome zu beklagen. Ebenfalls Blausäureabspaltende Substanzen enthalten u.a. Kirschlorbeer ( Prunus laurocerasus) Fächer-Zwergmispel ( Cotoneaster horizontalis) Feuerdorn ( Pyracantha coccinea). Seidelbast: Alle Pflanzenteile des Seidelbasts enthalten stark entzündungsauslösende Stoffe. Beim Anknabbern oder Kauen kommt es zu starken Reizungen, Entzündungen und Geschwürbildungen an Schleimhäuten und Haut. Danach folgen dann Rachen-, Magen-, Darmentzündungen. In schwersten Fällen kann es zu Nierenentzündungen und schließlich zum Tod durch Kreislaufkollaps kommen. Meist jedoch bleibt es bei lokalen Schäden, da die Pflanze sehr scharf schmeckt. Sofort sollte man mit seinem Hund zum Tierarzt, wenn Verdacht auf eine Vergiftung vorliegt. Stechpalme (Ilex aquifolium): Sie enthält gleich mehere Wirkstoffe: Purin-Alka-loide, Rutin, Ursolsäure, Baurenol, Uvaol, Triterpene, Tannin. Die Beeren sind nur bei hoher Dosis (etwa 20 Beeren) tödlich. Symptome: Übelkeit, Erbrechen, starker Durchfall und Schläfrigkeit. Trompetenbaum (Datura suaveolens) oder Engelstrompete: Die ganze Pflanze ist stark giftig, besonders die Blätter udn die Rinde in der Blütezeit. Die Einnahme des Suds der Pflanze kann zu einer tödlichen Vergiftung führen. Symptome: Erbrechen, Durchfall, trockene Schleimhaut, Schluckbeschwerden, Sehstörungen, Herzrhytmusstörungen. Waldholunder (Sambucus nigra): schwarze, beerenartige Steinfrucht, Beeren rufen Erbrechen und starken Durchfall hervor. Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias): ganze Pflanze giftig bis stark giftig. Führt zu Magen-Darm-Entzündung. In hoher Dosis tödlich. Wunderbaum (Ricinus communis): Diese Pflanze, aus der das Rizinusöl gewonnen wird, kann Haustieren gefährlich werden. z.B. wird der " Ã-lkuchen", der auf Hunde sehr anziehend wirkt, als Düngemittel verwendet. Das Haupttoxin ist das sehr giftige Toxalbumin Ricin (seit 1962 als Kampfstoff patentiert). Es entwickelt sich eine schwere Magen-Darm-Entzündung, eine Schädigung von Leber und Nieren und eine Zersetzung der roten Blutkörperchen. Die tödliche Dosis beim Hund wird mit 1 bis 2 g Samen/kg Körpermasse angegeben. Das in Apotheken erhältliche Rizinusöl ist durch Erhitzen ungiftig gemacht worden
19.05.2012 - 16:14:00
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Konfliktreaktionen als Warnsignale
Für den Alltag sind nachfolgend die häufigsten Konfliktreaktionen zusammengestellt: Lecken der eigenen Schnauze („Züngeln“) Gähnen Fellschütteln Fellkratzen (meistens mit einer Hinterpfote im Bereich hinter dem jeweiligen Ohr) Lautäusserungen (Knurzen, Fiepsen, Winseln, Bellen, Kläffen)  Grasfressen Anheben einer (Vorder-)Pfote (im Stehen oder Sitzen) Peniserektion (ohne sexuelle Motivation, häufig im Verlauf abklingender Konfliktsituationen) Im Alltag werden Sie immer wieder die eine oder andere Konfliktreaktion beobachten. Hunde, die leichter erregbar sind, zeigen sie öfters als Hunde, die mehr in sich ruhen. Konfliktreaktionen werden oft auch dadurch auffällig, dass sie gar nicht so recht in die Situation passen. Also zum Beispiel dann, wenn ein Hund sich nicht am Spiel mit anderen beteiligt und sich stattdessen hinterm Ohr kratzt, gähnt, sich schüttelt oder eine Peniserektion hat. Denken Sie aber bitte daran, dass auch bei unseren Hunden Konflikte zum täglichen Leben gehören und nicht schon jede einzelne Konfliktreaktion auf ein Problem hinweist. Vielmehr wissen wir ja, dass vereinzelt auftretende Konfliktreaktionen Zeichen erhöhter Aufmerksamkeit sind ( und deshalb auch eine Hilfe bei der Gestaltung gezielter Lernvorgänge sein können). Zu Warnsignalen werden sie erst dann, wenn Konfliktreaktionen im Situationsverlauf rasch zunehmen und in kurzer Folge gehäuft und intensiv auftreten. Also beispielsweise dann, wenn ein Hund salvenartig 5–6 Mal hintereinander „züngelt“. Gleiches gilt auch, wenn sich verschiedene Konfliktreaktionen in kurzer Folge nacheinander abwechseln oder untereinander kombiniert gleichzeitig auftreten. Unsere jahrzehntelangen Beobachtungen haben mittlerweile deutlich gemacht, dass auch körperliche Überforderungen oder auch eine aufkeimende Krankheit durch erhöhte Häufigkeit, Intensität und Dauer von Konfliktreaktionen zum Ausdruck kommen kann. Schliesslich weisen wir noch darauf hin, dass der Aussagewert von Konfliktreaktionen unter bestimmten Umständen eingeschränkt sein kann. Das gilt beispielsweise für das Fellschütteln bei regnerischem Wetter, dem Anheben einer Pfote aufgrund einer Reaktion auf Brennnesseln oder einer Verletzung, womöglich auch für eine Peniserektion aufgrund einer Verstopfung. Dass sich ein Hund in einem inneren – meist schon länger anstehenden – Konflikt befindet, wird häufig noch an zusätzlichen Verhaltensäusserungen ablesbar. Es sind dies Zeichen erhöhter Erregung: Hecheln (ohne vorausgegangene körperliche Belastung oder erhöhte Umgebungstemperatur) Speicheln Körperzittern Lippenzittern Zähneklappern Bewegungsunruhe Bewegungsstarre (steifes Stehen, ggf. mit Schwanz- oder Schwanzspitzenwedeln) Krampfartige Versteifung der Muskulatur (im Liegen, meistens an den Läufen) Schwanzwedeln (es bietet für sich alleine keine Aussage darüber, ob positiv oder negativ gestimmt) Aufgestellte Haare, gesträubte Fellpartien Schreckhaftigkeit Unsere heranwachsenden Hunde werden leider nicht selten belastungsreichen, aber vermeidbaren Konflikten ausgesetzt. Sie beruhen zum Teil auf einem prinzipiellen Unverständnis ihrer natürlichen Bedürfnisse. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir uns deshalb darum bemühen, dass solche gewohnheitsmässigen „Systemfehler“ zur möglichst seltenen Ausnahme werden. Die folgende Zusammenstellung soll dazu eine Hilfe sein.
18.05.2012 - 17:17:22
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Vorsicht: Giftig für Hunde Teil1
Menschliche Nahrungsmittel sind oftmals für die Ernährung von Hunden untauglich. Und zwar nicht nur, weil sie oft einseitig zusammengesetzt und arm an lebenswichtigen Nährstoffen sind, sondern weil sie in manchen Fällen schlicht und einfach giftig wirken können. So sind z.B. Nüsse für Hunde von Nachteil, da sie einen hohen Phosphorgehalt haben und deswegen leicht zu Blasensteinen oder Störungen des Knochenstoffwechsels führen können. Walnüsse sind sogar giftig. Zwiebeln, besonders rohe, führen bei Hunden zu Blutarmut, da ihre Inhaltsstoffe die roten Blutkörperchen zerstören. Andere Nahrungsmittel wie z.B. Hülsenfrüchte führen durch ihren sehr hohen Faser- und Eiweißgehalt zu Überaktivität der Darmbakterien. Dies kann Bauchkrämpfe und unangenehm gesteigerte Darmwinde (Flatulenz) bewirken. Zudem enthalten manche Hülsenfrüchte Fermenthemmstoffe, die die Eiweißverdauung behindern (z.B. Sojabohnen). Alle fleischhaltigen Nahrungsmittel vom Essenstisch, aber auch Käse und Essensreste, sollten ebenfalls nicht einem Hund verfüttert werden, da ihre Zusammensetzung nicht seinen Nährstoffbedürfnissen entspricht. Genauso schädlich kann eine Überdosierung an fettlöslichen Vitaminen (z.B. Vitamin A) sein. Stark gesalzene Nahrung (gesalzenes Fleisch oder Fisch), Seewasser oder Pökellake können u.a. zu Bluthochdruck und Nierenschäden führen. Schließlich ist noch vor der Verfütterung gebratener oder gegrillter Speisen, vor allem Fleisch, zu warnen: Der hohe Fettgehalt, Salz und Gewürze sowie Röststoffe sind für die Ernährung von Hunden nicht geeignet!  Gefahren im Haushalt:Avocado: Das enthaltene Toxin ist ausschließlich für unsere Heimtiere gefährlich und befindet sich in allen Anteilen der Pflanze. Es führt zu schweren Schädigungen des Herzmuskels und damit zu Atemnot, Husten, Ã-deme und Bauchwassersucht. Eine Vergiftung endet i.d.R. tödlich, da eine spezifische Therapie nicht existiert. Kakao (z.B. in Schokolade!!): Dieses menschliche Nahrungsmittel kann von Hund und Katze nur sehr schwer verstoffwechselt werden. Der Inhaltsstoff Theobromin reichert sich im Körper an, was letztlich zu Vergiftungen führen kann. Betroffen hiervon sind auch alle Produkte, welche Kakaobestandteile enthalten (Schokolade!!). Die tödliche Dosis für den Hund liegt bei 100 mg Theobromin pro kg Körpergewicht. Je nach Kakaogehalt sind etwa 60g Milchschokolade pro kg Körpergewicht bzw. 8g Blockschokolade pro kg Körpergewicht (d.h. 100g Blockschokolade für einen 12 kg-Hund) können einen Hund vergiften, evtl. töten. Auch hier reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen, später kommen zentralnervöse Störungen (Zittern, Krämpfe, Lähmungen der Hintergliedmaßen, Bewusstseinsstörungen) hinzu. Küchenzwiebel: Diese in jeder Küche anzutreffende Pflanze bewirkt in jedweder Form (roh, getrocknet, gekocht) bei Hund und Katze schwere Vergiftungen. Schon 5 - 10g pro Kg Körpergewicht führen beim Hund zur Hämolyse (=Zerstörung der roten Blutkörperchen). Zunächst reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen, später folgen Anämie (Blutarmut, blasse Schleimhäute), Anorexie (Verweigerung von Wasser und Futter) und Beschleunigung von Herzschlag und Atemfrequenz. Knoblauch: Giftige bis stark giftige Kulturpflanze - Symptome bei Überdosierung: bleiches Aussehen, Blutharne, Erbrechen, Durchfall, Gelbsucht.  Knoblauch-Zwiebel ist für Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Ziervögel und Pferde giftig.Nikotin: Die Aufnahme des Giftes erfolgt in der Regel durch kauen bzw. fressen von Zigaretten oder Kautabak. Dabei sind in erster Linie Welpen betroffen, da diese wesentlich neugieriger sind als ältere Tiere und alles mögliche ausprobieren. Anfangs kommt es zur Erregung, später zur Lähmung des Gehirns: Muskelzittern, Speicheln, Erbrechen, erhöhte Herz- und Atemfrequenz, Krämpfe, Bewegungsstörungen und Kreislaufkollaps. Xylit (Süßstoff):  Dieser Süßstoff ist oft in vielen zuckerfreien Kaugummis, Bonbons und anderen Lebensmitteln enthalten. Xylit kann bei Hunden die Ausschüttung körpereigenen Insulins in das Blut deutlich steigern, so dass es bei den Hunden zu einem lebensbedrohlichen Abfall der Blutzuckerspiegels kommen kann. Die Wirkung tritt ca. 30 Minuten nach der Aufnahme von größeren Mengen xylithaltiger Süßwaren ein. Erste Symptome sind: Schwäche, Verlust der Koordinationsfähigkeit und Krämpfe. Es ist dann unbedingt erforderlich, dass der Hund sofort von einem Tierarzt behandelt wird. Weiterhin gibt es Hinweise auf Leberschäden bei Hunden durch Xylit, welche aber letztendlich noch nicht bestätigt sind. Die Tierschutzorganisationen plädieren an alle Tierbesitzer, ihren Lieblingen grundsätzlich keine Nahrungsmittel für Menschen zu verfüttern. Ebenso sollten xylithaltige Süßwaren nicht in der Wohnung offen herumliegen.Weintrauben, besonders aber Rosinen oder Maische (Pressabfälle der Traubenlese): Dies führt oft zu einer Vergiftung mit akutem Nierenversagen. Es gab schon mehrere solcher Fälle, zwei davon führten zum Tode wie mir eine aufmerksame Hundebesitzerin per e-mail mitteilte!
17.05.2012 - 16:02:58
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Diätplan bei Magen-Darm-Störungen
Massnahmen für 1. Tag: Fasten, viel Flussigkeit Flussigkeit: Wasser, Tee, WHO-Juice, isotonische Lösungen (Rehydration Support, Gatorade, Powerade, Isostar) Massnahmen für 2. Tag: Kleine Portionen Futter Alle 3-4 Stunden kleine Mengen, als Futter eignet sich Reisschleim, zerdruckte Kartoffeln, Hills i/d, Royal Canin Sensitivity Control oder Intestinal Zusätze zur Darmpflege: Enterogel, Diarsanyl, Bismutal, Frumixan, Diarovet. Probiotika zur Unterstutzung der Darmflora: Cetalac, Synbiotic, Bene-bac, Joghurt  Massnahmen für 3. Tag:  Wie Tag 2 Bei deutlicher Besserung kann auch wieder etwas vom normalen Futter beigemischt werden  Massnahmen für 4. Tag und weitere: Bei Besserung das Diatfutter zunehmend mit normalem Futter mischen und die Anzahl Mahlzeiten langsam reduzieren. In folgenden Fällen soll unbedingt Rücksprache mit der Tierärztin genommen werden: Bei Erbrechen innerhalb von 4 Stunden nach Anwendung eines Medikamentes gegen Erbrechen (Primperan, Paspertin) Blutiges Erbrechen Blutiger Durchfall Komplette Futterverweigerung auch nach 24h starke Bauchschmerzen (gespannte Bauchdecken, aufgekrümmter Rücken, klammer Gang, Jammern oder Beissen bei Berührung des Bauches, Unruhe) Fieber (Normaltemperatur bis 39.0) Reisschleim Eine Risotto- oder Milchreismarke verwenden, in viel magerer Bouillon oder leicht gesalzenem Wasser solange kochen, bis eine „schleimige“ Konsistenz erreicht wird („Löffel bleibt nicht stecken“). WHO-Juice Dies ist ein selbst-herstellbarer Elektrolytdrink aus folgenden Zutaten: 1 Liter abgekochtes Wasser + ½ Liter pasteurisierter Apfelsaft + 4 Teelöffel Honig + 2/3 Teelöffel Kochsalz + ½ Teelöffel Backpulver. Alles zusammen in einem Kochtopf aufkochen.
15.05.2012 - 23:56:41
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Reisekrankheiten des Hundes
Wo kann sich Ihr Hund anstecken? In allen Regionen mit Mittelmeer-Klima, also in Italien, Frankreich, Griechenland, Spanien, Portugal, Ungarn, aber auch Tessin und Südtirol können sich Hunde mit verschiedenen Krankheiten infizieren. Die meisten dieser Krankheiten sind Infektionen mit Parasiten, die von Mücken, Sandfliegen oder Zecken übertragen werden. Die Krankheitserscheinungen können sehr unterschiedlich sein und weisen häufig anfänglich nicht auf die eigentliche Krankheit hin. Die Reise liegt auch oft schon länger zurück, wenn Sie die ersten Anzeichen einer Erkrankung bei Ihrem Tier beobachten. Zudem lassen sich die ansteckenden Krankheiten nur mit einer belastenden und längeren, z. T. lebenslänglichen Behandlung bekämpfen; z. T. ist keine Heilung möglich. Welche Krankheiten gibt es? Babesiose/Piroplasmose Die Piroplasmose des Hundes, auch Babesiose genannt, ist eine Erkrankung, die durch einen Blutparasiten, sog. Babesia canis, hervorgerufen wird. Diese Blutparasiten werden durch bestimmte Zecken auf den Hund übertragen. Sie vermehren sich in den roten Blutkörperchen und zerstören diese. Die Hunde haben Fieber, sind geschwächt und verlieren ihren Appetit. Da der Parasit die roten Blutkörperchen zerstört, kommt es zu einer Blutarmut (sog. Anämie) und oft zu Gelbsucht. In akuten Fällen kann es zu Todesfällen innert 24-48 Std. kommen. Bei chronischem Verlauf magert der Hund immer weiter ab, ist ruhiger und sichtlich geschwächt mit deutlicher Blutarmut. Nur gewisse Zeckenarten übertragen diesen Blutparasiten: Diese sind glücklicherweise sehr selten in der Schweiz. Die meisten Hunde werden in den Ferien in den Mittelmeerländern angesteckt (oder sind als in die Schweiz importierte Hunde bereits angesteckt). Der in der Schweiz am meisten verbreitete Holzbock überträgt die Piroplasmose nicht. Eine weitere seltenere Zeckenart, die diesen Blutparasiten übertragen kann, breitet sich jedoch zunehmend in der Schweiz aus (v. a. Jura, Westschweiz). Leishmaniose Leishmanien sind Parasiten, die sich von einer Stichstelle aus unter die Haut und dann über das Blut in weitere Organe verbreiten. Uebertragen werden sie durch Sandfliegen und Schmetterlingsmücken. Krankheitszeichen treten oft erst Wochen bis Monate nach der Ansteckung in den Ferien auf. Der Erreger breitet sich zunächst in der Haut aus. Dadurch entstehen oft Hautveränderungen (Schuppen, Krusten), die vor allem den Kopf (krustige Ohrränder) aber auch den ganzen Körper betreffen können. Typisch ist, dass diese Wunden häufig nur schwer oder gar nicht heilen. Als weiteres Krankheitsbild kann es beim Hund zu nicht stillbaren Durchfällen kommen. Dirofilariose (Herzwurm-Infektion) Dirofilarien, auch Herzwürmer genannt, leben in den Blutgefässen. Die erwachsenen Würmer werden bis zu 30 cm lang und siedeln sich vor allem in der rechten Herzkammer und in der Lungenarterie an. Verschiedene Stechmücken und Sandfliegen übertragen die Larven der Herzwürmer auf den Hund. Von der Haut aus wandern die Larven dabei in die Muskulatur, dringen in die Blutbahn ein und gelangen auf diesem Weg ins Herz. Die Würmer leben dann in den Blutgefässen und können diese verstopfen. Der Hund kann Atemnot und chronischen Husten zeigen. Hepatozoonose Übertragen wird dieser einzellige Parasit durch das Fressen oder Verbeissen von Zecken. Die Erreger befallen dann weisse Blutkörperchen und werden so in die Organe wie Milz, Knochenmark, Leber, Lunge, Nieren und Lymphknoten transportiert. Die Symptome sind je nach Befall eines Organs sehr unterschiedlich, meist kommt es zu Fieber, Blutarmut, Appetitlosigkeit, Schwäche, Abmagerung, geschwollenen Lymphknoten, Nasen- und Augenausfluss, blutigem Durchfall, Muskelschwäche und steifem Gang. Angiostrongylose Dieser Parasit ist ein Lungenwurm und befällt Füchse und Hunde. Übertragen wird er durch das Fressen von Schnecken. Er gelangt in die Lungenarterien und seltener auch in die rechte Herzkammer. Die Symptome sind v.a. Husten, Atemnot, Nasenausfluss, Kreislaufstörungen, Fieber, Abmagerung und teilweise auch Lähmungen.
12.08.2011 - 20:49:30
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Die Kastration
Die Kastration der Hündin Geschlechtsreife und Läufigkeit Die Geschlechtsreife erreicht eine Hündin mit Eintreten der ersten Läufigkeit, die mit einer grossen Variation im Alter von 6-16 Monaten (je nach Rasse und Gewicht) erstmals auftritt. Das durchschnittliche Läufigkeitsintervall beträgt 6-7 Monate. Es bestehen aber erhebliche rassebedingte und individuelle Unterschiede; die normale Schwankungsbreite beträgt 4-12 Monate. Die Läufigkeit setzt sich aus der Vorbrunst, 9 Tage (3-17 Tage), der eigentlichen Brunst mit Deckbereitschaft, 9 Tage (3-21 Tage) und der Nachbrunst, 9-12 Wochen, zusammen. Zeitpunkt der Kastration Wir empfehlen die Kastration zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit, dadurch hat das Tier schon eine gewisse Reife und der Zeitpunkt kann frühzeitig geplant werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit der sogenannten Frühkastration, das heisst der Kastration vor Eintreten der ersten Läufigkeit, auch dies kann gewisse Vorteile haben, weshalb wir dies gerne vorgängig mit Ihnen besprechen und individuell den richtigen Zeitpunkt wählen. Die Kastration sollte nicht während der Läufigkeit durchgeführt werden, da die Blutungs- und somit Komplikationsrisiko erhöht ist. Hündinnen, die vor der 2. Läufigkeit operiert werden, haben ein deutlich verringertes Gesäugetumorrisiko. Idealer Zeitpunkt ist ca. 4 Monate nach dem Auftreten der ersten Läufigkeitssymptome. Natürlich kann eine Hündin auch zu jedem beliebigen späteren Zeitpunkt noch kastriert werden. Vorbereitung Die Hündin sollte 12 Stunden vor der Operation nicht gefüttert werden (auch keine kleinen Guezlis!), Wasser kann und soll jedoch belassen werden. Der chirurgische Eingriff Die Hündin erhält als erstes eine Beruhigungsspritze. Anschliessend wird ein Venenkatheter gelegt für die Infusion. Für die eigentliche Narkose verwenden wir in der Regel eine sog. Inhalationsnarkose, bei der die Hündin ein Narkosegas einatmet. Das ist eine sehr schonende und gut steuerbare Methode mit grösstmöglicher Sicherheit. Zur Narkoseüberwachung wird zusätzlich ein Pulsoxymeter angeschlossen und eine kontinuierliche, persönliche Überwachung durch eine Fachperson, mit Narkoseprotokoll, ist gewährleistet. Die Operation erfolgt in Rückenlage. Nach dem Bauchschnitt werden die Eierstöcke vorgelagert, abgebunden und abgetrennt, die Gebärmutter wird im Bereich des Gebärmutterhalses ebenfalls abgebunden und abgetrennt (nur bei Veränderungen). Anschliessend wird die Bauchdecke in drei Schichten genäht. Danach wird die Hündin zur Überwachung und zum Aufwachen an einen ruhigen warmen Ort gebracht. Nachbehandlung Die Hündin darf nach vollständigem Aufwachen aus der Narkose angefüttert werden (kleine Portion), wobei zu bedenken ist, dass sie oft nicht fressen mögen und auch ein Erbrechen noch einige Stunden nach der Narkose vorkommen kann. Am folgenden Tag kann man wieder normal füttern. Um das Lecken an der Wunde und dadurch entstehende Komplikationen zu vermeiden, wird der Hündin ein Halskragen, T-Shirt oder Body angezogen. Sie soll dies während den folgenden 10 Tagen bis zum Fädenziehen tragen, vorallem in unbeaufsichtigten Zeiten (insbesondere nachts). Baden ist in diesen 10 Tagen zu vermeiden. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass die Wunde durch starkes Herumtollen und Spielen nicht belastet wird. 10 Tage nach der Operation wird die Wunde kontrolliert und die Fäden werden entfernt. Vorteile - Einmaliger Eingriff! - Zuverlässiges Ausschaltung der Sexualfunktionen! - keine Läufigkeit, keine Blutungen - keine Scheinträchtigkeit - keine Gebärmutterentzündungen - keine Pyometra (Gebärmuttervereiterung) - Weniger Gesäugetumoren (falls Kastration vor 2. Läufigkeit erfolgt) Nachteile - Harnträufeln: Häufigste und unangenehmste Kastrationsfolge. Vermehrt betroffen sind grossrassige Hunde (Risiko von 30% bei mehr als 20 kg Körpergewicht) - Gewichtszunahme: Erhöhter Futterverzehr bei gleichzeitig besserer Futterverwertung. Entgegengewirkt werden kann durch limitiertes Nahrungsangebot und ausreichend Bewegung. - Welpenfell: Vorkommend bei langhaarigen Hunden mit glänzendem Deckhaar (z.B. Spaniel, Langhaardackel, Irish Setter) - Narkose- und Operationsrisiko Alternativen zur Operation Läufigkeitsunterdrückung durch Hormonspritze Bei dieser Art der Verhinderung einer Läufigkeit werden sogenannte Gestagene verwendet, dies sind synthetische Hormone, die dem Schwangerschaftshormon gleichen. Durch die regelmässige Verabreichung alle 5 Monate (bei Beginn werden kürzere Abstände gewählt) wird die Läufigkeit ausbleiben. Der Vorteil ist vor allem, dass dies kein endgültiges Ausschalten der Sexualfunktionen ist und damit reversibel, auch ist es eine sehr kostengünstige Variante zur Operation und die Nachteile der Operation entfallen. Hingegen kommt es bei der Anwendung von Gestagenen deutlich häufiger zu Gesäugetumoren, Gebärmuttererkrankungen und Zuckerkrankheit (Diabetes). Bei Zuchthündinnen ist grundsätzlich von einer Anwendung von Hormonen abzuraten. Suprelorin Seit kurzem gibt es in der Schweiz ein neues Mittel zur Verhinderung der Läufigkeit, für Hündinnen ist es allerdings zur Zeit noch nicht offiziell zugelassen, Erfahrungen damit bestehen aber bereits. Die Nachteile der bisherigen Hormontherapie entfallen, es ist ebenfalls reversibel und die Hündin kann ev. später auch wieder zur Zucht eingesetzt werden. Das Stäbchen wird alle 6 Monate unter die Haut gespritzt (ähnlich wie ein Chip). Nachteilig an diesem Medikament sind die recht hohen Kosten und vor der ersten Injektion muss der Progesteronspiegel überprüft werden, das heisst es wird immer unmittelbar nach der Läufigkeitsblutung begonnen, andernfalls kann es zu einer Dauerläufigkeit kommen. Natürlicher Verlauf Selbstverständlich kann man eine Hündin auch ohne Eingriffe in die Sexualfunktion belassen. Die Läufigkeiten, mögliche Scheinträchtigkeiten und damit verbundene Risiken müssen aber in Kauf genommen werden. Es gibt einige Hilfsmittel, um dies zu erleichtern, sei es zum Beispiel Chlorophyll gegen den Geruch, Slips um Verunreinigungen durch die Läufigkeitsblutung zu verhindern und gute Wirkstoffe, auch natürliche, gegen die Scheinträchtigkeit. Die Kastration des Rüden Allgemeines Die Geschlechtsreife des Rüden tritt durchschnittlich im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren ein und ist abhängig von der Rasse und dem Körpergewicht. Zeitpunkt der Kastration Wir empfehlen den Eingriff mit ca. 1 Jahr vornehmen zu lassen. Dies kann jedoch je nach Verhalten des Rüden stark variieren. Die Kastration ist angezeigt bei vermehrter Aggressivität, Bespringen von Personen oder Gegenständen (sog. Hypersexualität), Harnmarkieren an unpassenden Orten und Streunen. Möglichkeiten - Chirurgische Kastration: Operative Entfernung der Hoden - Chemische Kastration: Mittels Medikamenten wird das männliche Sexualhormon Testosteron unterdrückt. Wirkung ca. 6 Monate. 1.Chirurgische Kastration Vorbereitung: Der Rüde soll 12 Stunden vor der Operation nicht gefüttert werden (auch keine kleinen Guetzlis!), Wasser kann und soll jedoch belassen werden. Der Rüde erhält als erstes eine starke Beruhigungsspritze. Für die eigentliche Narkose verwenden wir in der Regel eine sog. Injektionsnarkose. Das ist eine sehr schonende Methode mit grösstmöglicher Sicherheit. Beide Hoden werden durch einen Hautschnitt vor dem Hodensack vorgelagert, abgebunden und entfernt. Die Wunde wird 3-schichtig vernäht. Nachbehandlung: Der Rüde darf nach vollständigem Aufwachen aus der Narkose angefüttert werden (kleine Portion). Am folgenden Tag normal füttern. Um das Lecken an der Wunde und dadurch entstehende Komplikationen zu vermeiden, wird dem Rüden ein Body, Halskragen oder T-Shirt angepasst. Baden ist in diesen 10 Tagen zu vermeiden. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass die Wunde durch starkes Herumtollen und Spielen nicht belastet wird. 10 Tage nach der Operation wird die Wunde kontrolliert und die Fäden werden gezogen. 2. Chemische Kastration Es gibt 2 Möglichkeiten, den Rüden chemisch zu kastrieren: - Androcur: Injektion in Muskulatur, Voller Wirkungseintritt nach 14 Tagen (Überbrückung mit Androcur-Tabletten möglich), Zu jedem Zeitpunkt möglich. Sollte nicht x-mal wiederholt werden - Suprelorin: Eine Art Chip wird unter die Haut gespritzt. In den ersten 3-4 Wochen gesteigertes Sexualverhalten möglich, dann rascher Wirkungseintritt. Wiederholbar (nach jeweils 6 Monaten). Zu jedem Zeitpunkt möglich. Vorteile beider Kastrationsarten (chemisch und operativ) - Verringerung bis Verschwinden des Geschlechtstriebes - Markieren geht normalerweise verloren - Verringertes Dominanzverhalten - Verringerte Aggressivität gegenüber anderen Rüden - Lern- und Arbeitsfähigkeit bleibt erhalten - Spieltrieb bleibt erhalten - Chirurgische Kastration: einmaliger Eingriff - Chemische Kastration: reversible Massnahme Der Chip löst sich komplett auf- keine Rückstände Nachteile beider Kastrationsarten (chemisch und operativ) - Keine Besserung bei Angstbeissern - Tendenz zur Gewichtszunahme, d.h. Futterangebot reduzieren! - Feines glanzloses Welpenhaar v.a. bei langhaarigen, roten Rassen (Cocker Spaniel, Irish Setter)
12.08.2011 - 20:49:10
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